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Quo Vadis Einzelhandelsgeschäfte

Quo Vadis Einzelhandelsgeschäfte

von Ulrich Rauchheld


Das Sterben der Einzelhandelsgeschäfte in Deutschland hat rasende Geschwindigkeit aufgenommen und selbst vor Bilstein nicht Halt gemacht. 

Nachdem vor Jahren schon ein Milchgeschäft, ein Lebensmittelladen, ein Schuhgeschäft, eine Konditorei sowie drei Fleischereien  schließen mussten, hat auch der jetzige Besitzer des Kaufhauses Hoff „das Handtuch geworfen“. Beobachter der Szene ahnten es schon länger. 


Wenn bei einer 6 -Tage-Woche mit bis zu 70 Stunden der Aufwand nicht mehr in einem vernünftigen Verhältnis zu dem Ertrag steht, gerät man ins Grübeln und schaut auf die Leute, die bereits ab Freitagmittag Wochenende haben.“


So jetzt auch das Kaufhaus Hoff mit Besitzer Peter Burghaus, der gut drei Jahre nach dem Tod seiner Mutter den Entschluss gefasst hat, sein Geschäft abzugeben. 


Für mein Geschäft habe ich alles gegeben! Trotzdem habe auch ich einen gewissen Freizeitbedarf und möchte mit meiner Partnerin Dinge unternehmen, die bisher nicht möglich waren. Natürlich könnte ich eine Vollzeitverkäuferin einstellen, jedoch würde dann das Geschäft nicht mehr lohnend sein.“


Sicher hat Peter mit der Caritas einen kompetenten Nachfolger gefunden, jedoch weiß jeder normal denkende Mensch, dass auch dieses Unternehmen wirtschaftlich arbeiten muss.

Wir Bürger der Bundesrepublik Deutschland geben im EU-Vergleich von dem, was wir verdienen, das Wenigste für Essen und Trinken aus, gerade mal 12%. Für viele noch zu viel! Sicher sind die Preise im Supermarkt etwas niedriger als vor Ort, jedoch sollte man folgende Dinge bedenken:  Man braucht ein Auto um einzukaufen, das kostet zusätzlich, und wenn es nur der Sprit ist. Der Zeitaufwand ist größer, evtl. zahlt man Parkgebühren und die Hektik in den Märkten sollte man auch nicht außer Acht lassen. 

Es gibt im Kreis Olpe zwei Orte, in denen das Projekt „Übernahme eines Geschäftes durch ein gemeinnütziges Unternehmen“ gescheitert ist. Dies hoffe ich für Bilstein natürlich nicht! Aber wenn es so weit kommen sollte, „Armes Bilstein“! Jetzt sind wir im Ort gefordert und sollten überlegen, kaufen wir in Zukunft im Ort ein oder aber nicht und nehmen die Schließung des letzten Lebensmittelladens in Bilstein in Kauf. 

Die Menschen in unserer Gesellschaft werden immer älter, logischerweise lässt dann auch die Mobilität nach!Was das bedeutet, kann sich jeder ausmalen. Irgendwann kann man selbst nicht mehr Auto fahren und das nächste Geschäft ist mindestens 5 Kilometer entfernt. Die eigenen Kinder wohnen nicht vor Ort oder aber haben nicht immer Zeit. So sind wir auf die Mithilfe anderer, mobilerer Menschen angewiesen. Ein Problem!  Die Geschäfte des Ortes haben  selbstverständlich die Ware nach Bedarf bis ins Haus gebracht – das wäre dann endgültig vorbei.

Noch ist es Zeit sich umzuorientieren und sich ins Bewusstsein zu rufen: es ist wesentlich leichter, ein Geschäft zu schließen, als wieder eines zu eröffnen!

Kahnteich wird geflutet
Messerschleifaktion der Dorfgemeinschaft Bilstein

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